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Das absolute Highlight jeder Saison sind die Deutsche Meisterschaften, die dieses Jahr schon relativ früh Ende Juni vom sächsischen Triathlonverband in Grimma bei Leipzig ausgerichtet wurden. Die Vorbereitungen auf die DM in Grimma waren gut verlaufen, ich freute mich auf das Rennen. Am Vorabend gab es die traditionelle Länderparade plus Pastaparty, an der wir den Bayerischen Triathlon Verband – wie jedes Jahr – in Dirndl und Lederhose repräsentierten.

Am nächsten Tag ging es dann für mich um alles. Denn die bestplazierte Frau hatte noch die Chance sich für die Junioren EM in Tartu/Estland zu qualifizieren. Für mich ging es um 16:30 an die Startlinie. Der Schwimmstart erfolgte als Wasserstart in der Mulde (Nebenfluß der Elbe). Durch die Gegenströmung des Flusses war auch ein taktisches Schwimmen gefragt, für das ich eine gute Positionierung am Wasserstart benötigte und auch erlangte. Der Start verlief trotz Verzögerungen in der Aufstellung gut und ich kam als zweite in meiner Altersklasse aus dem Wasser. Nach einem guten Wechsel schlossen beim Radfahren noch 3 weitere Athletinnen auf und wir bildeten zu fünft die erste Radgruppe. Allerdings wurde diese nach der zweiten Radrunde von weiteren vier sehr guten Radlerinnen aus der Verfolgergruppe gestellt. Der Radkurs war technisch sehr anspruchsvoll und gespickt mit Hügeln und schwierigen Kurven, die ein konzentriertes und hartes Radfahren erforderten. Nach dem zweiten Wechsel auf dem Marktplatz in Grimma ging es auf die Laufstrecke. Es formte sich schnell eine sechsköpfige Gruppe, die von Mala Schulz und mir angeführt wurde. Ich schlug ein hartes Tempo an, in der Hoffnung ein paar Athletinnen abschütteln zu können. Dies gelang auch und so waren wir auf der letzten Runde nur noch zu viert. Allerdings war in dieser starken Laufgruppe die Wahrscheinlichkeit auch wieder groß, dass es am Ende auf einen Schlussspurt unter uns hinauslaufen könnte. Und so war es auch. Auf den letzten 200 m gab ich nochmal alles, konnte aber beim Schlußsprint mir der ein Jahr älteren Mala nicht ganz mithalten und überquerte die Ziellinie als zweite mit 5 Sek. Abstand. Nachdem Mala bereits für die JEM qualifiziert war, konnte ich mich als Deutsche Vizemeisterin der Juniorinnen für die JEM in Tartu/Estland qualifizieren und das ersehnte Ticket für die Europameisterschaft sichern.